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<title>Pfarrkirche Lechaschau</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Pfarrkirche Lechaschau</span></h1>
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<p>Die <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholische</a> <b>Pfarrkirche Lechaschau</b> steht an der Lechbrücke im Südosten der Gemeinde <a href="Lechaschau" title="Lechaschau">Lechaschau</a> im <a href="Bezirk_Reutte" title="Bezirk Reutte">Bezirk Reutte</a> in <a href="Tirol_(Bundesland)" title="Tirol (Bundesland)">Tirol</a>. Die dem <a href="Heiliger_Geist" title="Heiliger Geist">Heiligen Geist</a> geweihte <a href="Pfarrkirche" title="Pfarrkirche">Pfarrkirche</a> gehört zum <a href="Liste_der_Pfarren_im_Dekanat_Breitenwang" title="Liste der Pfarren im Dekanat Breitenwang">Dekanat Breitenwang</a> in der <a href="Di%C3%B6zese_Innsbruck" title="Diözese Innsbruck">Diözese Innsbruck</a>. Die Kirche steht unter <a href="Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Lechaschau#Q27218269" title="Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lechaschau">Denkmalschutz</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Eine Kapelle wurde zum Ende des 14. Jahrhunderts urkundlich genannt. 1431 wurde urkundlich neben der Kirche ein Spital erwähnt. Um 1480 erfolgte ein <a href="Sp%C3%A4tgotik" class="mw-redirect" title="Spätgotik">spätgotischer</a> Kirchenneubau. Von 1964 bis 1967 wurde das Langhaus der Kirche abgetragen und durch ein quer dazu gestelltes rechteckiges Langhaus der Moderne nach den Plänen des Architekten <a href="Ingo_Fe%C3%9Fler" title="Ingo Feßler">Ingo Feßler</a> ersetzt, von der alten Kirche blieben der Chor und der Turm erhalten. Am 9. Juli 1967 wurde die neue Kirche geweiht. Von 2006 bis 2008 wurde der Altarraum nach Plänen von Sighard Wacker neu gestaltet.
</p><p>Ursprünglich eine Expositur der <a href="Pfarrkirche_W%C3%A4ngle" title="Pfarrkirche Wängle">Pfarre Wängle</a>, wurde Lechaschau 1957 zur Lokalkaplanei und 1967 zum Pfarrvikariat erhoben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Architektur">Architektur</h2></div>
<p>Das moderne Langhaus ist mit einem mehrteiligen, quergestellten <a href="Grabendach" title="Grabendach">Grabendach</a> mit an der Ost- und Westwand nach innen abfallenden Dachflächen gedeckt. Die dadurch entstehenden Dreiecksformen bieten den Raum tür die an den Längsseiten verlaufenden Fenster. Als weitere Lichtquelle dient das aus fünf in Kreuzform angeordneten Quadraten bestehende Fenster an der Eingangsfassade.
</p><p>Im Inneren weist das Langhaus ein leichtes Gefälle zum um eine Stufe erhöhten Altarraum auf. Der Saalraum wird von einer verschalten Holzdecke mit sternförmig angeordneten <a href="Unterzug_(Bauwesen)" title="Unterzug (Bauwesen)">Unterzügen</a> überspannt. Über dem Eingangsbereich befindet sich eine freistehende Empore mit doppelseitigen Treppenläufen.
</p><p>Der erhaltene zweijochige spätgotische <a href="Chor_(Architektur)" title="Chor (Architektur)">Chor</a> mit einem <a href="Dreiachtelschluss" class="mw-redirect" title="Dreiachtelschluss">Dreiachtelschluss</a> mit einem <a href="Stichkappengew%C3%B6lbe" class="mw-redirect" title="Stichkappengewölbe">Stichkappengewölbe</a> dient heute als Seitenkapelle, die Stichkappen sind mit Schuppenleistenstuck verziert. Der Scheitel des Gewölbes zeigt das Fresko <i>Verehrung des heiligen Geistes durch die Engel</i> von 1772/1774 nach dem Vorbild <a href="Paul_Troger" title="Paul Troger">Paul Trogers</a>, das nach der Restaurierung 2006/07 <a href="Johann_Jakob_Zeiller" title="Johann Jakob Zeiller">Johann Jakob Zeiller</a> zugeschrieben werden konnte.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der im Kern spätgotische Turm steht nördlich am Chor. Er wurde im Zuge des Neubaus im oberen Bereich umgestaltet und erhielt bis zum Dachansatz reichende Schallfenster und ein sehr flaches <a href="Pyramidendach" class="mw-redirect" title="Pyramidendach">Pyramidendach</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstattung">Ausstattung</h2></div>
<p>Im Zentrum des Altarraums steht ein Steinaltar in der Form eines großen Tisches, links davon der ebenfalls steinerne <a href="Ambo" title="Ambo">Ambo</a>. Über dem Altar an der Altarwand hängt ein 3&nbsp;Meter hoher Christus-Corpus, der 1977 von <a href="Rudolf_Millonig" title="Rudolf Millonig">Rudolf Millonig</a> geschaffen wurde.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Seitenkapelle, dem alten Chor, befinden sich Figuren des hl. Johannes Nepomuk, eine Madonna mit Kind und Herz Jesu sowie ein Kruzifix mit der Signatur <a href="Franz_Xaver_Ni%C3%9Fl" title="Franz Xaver Nißl">Fr. Xa. Nissl</a> inv. et perfecit. 1802 und <a href="Franz_Seraphikus_Ni%C3%9Fl" class="mw-redirect" title="Franz Seraphikus Nißl">Fr. Ser. Nissl</a> renoviert 1831. Das Glasfenster im Chor wurde 2006 von <a href="Patricia_Karg" title="Patricia Karg">Patricia Karg</a> entworfen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Glocken">Glocken</h2></div>
<p>Im Turm hängen vier Glocken. Eine Glocke wurde 1484 von Stephan Wiggau in <a href="Augsburg" title="Augsburg">Augsburg</a> gegossen, sie zählt zu den ältesten Glocken Tirols. Im Zweiten Weltkrieg sollte sie für Rüstungszwecke eingeschmolzen werden, aber da ihr historischer Wert erkannt wurde, blieb sie unversehrt und kehrte nach dem Krieg nach Lechaschau zurück. Sie wurde zunächst in der Ottilienkapelle und seit 1978 im Gebäude der Sparkasse ausgestellt. Erst 2016 wurde sie wieder im Kirchturm aufgehängt. Die Glocke ist mit zwei <a href="Ma%C3%9Fwerk" title="Maßwerk">Maßwerk</a>­friesen und kleinen Reliefs verziert. Die Umschrift <i>ave maria gracia plena dominvs decvm · steffan Wiggaw gos mich zv avgspvrg 1484</i> gibt den Anfang des <a href="Ave_Maria" title="Ave Maria">Ave Maria</a> wieder und nennt den Gießer.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-tt_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-tt-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zwei weitere Glocken stammen von J. A. Strobl (1785) bzw. Johann Falger (1890). 2015 wurde die Heilig-Geist-Glocke von <a href="Glockengie%C3%9Ferei_Grassmayr_(Innsbruck)" title="Glockengießerei Grassmayr (Innsbruck)">Grassmayr</a> gegossen.<sup id="cite_ref-tt_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-tt-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><i>Die Kunstdenkmäler Österreichs. <a href="Dehio_Tirol_1980" title="Dehio Tirol 1980">Dehio Tirol 1980</a>.</i> Lechaschau, Pfarrvikariatskirche Hl. Geist, Kapelle hl. Ottilia nordwestlich von der Ortsmitte, S. 476.</li>
<li>Martin Kapferer, Rudolf Silberberger (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Kirchenbau in der Diözese Innsbruck 1958 bis heute. Zwölf Beispiele</cite>. Tyrolia, Innsbruck 2016, ISBN 978-3-7022-3529-1, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>59–66</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Pfarrkirche+Lechaschau&amp;rft.btitle=Kirchenbau+in+der+Di%C3%B6zese+Innsbruck+1958+bis+heute.+Zw%C3%B6lf+Beispiele&amp;rft.date=2016&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783702235291&amp;rft.pages=59-66&amp;rft.place=Innsbruck&amp;rft.pub=Tyrolia" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><span class="cite">Gruber, Wiesauer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://gis.tirol.gv.at/kunstkatasterpdf/pdf/28297.pdf"><i>Pfarrvikariatskirche hl. Geist, Kirche zum hl. Geist.</i></a> In: <i><a href="Tiroler_Kunstkataster" title="Tiroler Kunstkataster">Tiroler Kunstkataster</a>.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 1.&nbsp;Mai 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APfarrkirche+Lechaschau&amp;rft.title=Pfarrvikariatskirche+hl.+Geist%2C+Kirche+zum+hl.+Geist&amp;rft.description=Pfarrvikariatskirche+hl.+Geist%2C+Kirche+zum+hl.+Geist&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fgis.tirol.gv.at%2Fkunstkatasterpdf%2Fpdf%2F28297.pdf&amp;rft.creator=Gruber%2C+Wiesauer">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pfarrkirche_Lechaschau?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Pfarrkirche Lechaschau</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Amt der Tiroler Landesregierung, Kulturabteilung (Hrsg.): <i>Kulturberichte aus Tirol 2007. 60. Denkmalbericht.</i> Innsbruck 2007, S.&nbsp;161 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/kunst-kultur/abteilung/Publikationen/60._Denkmalbericht.pdf">PDF; 10,7&nbsp;MB</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20190203092919/http://members.aon.at/r.millonig/">Website von Rudolf Millonig</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 3. Februar 2019 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Die Inschriften der Politischen Bezirke Imst, Landeck und Reutte, ges. u. bearb. v. Werner Köfler und Romedio Schmitz-Esser (Die Deutschen Inschriften 82. Band, Wiener Reihe 7. Band, Teil 1) Wien 2013, Kat. Nr. 285 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://hw.oeaw.ac.at/inschriften/tirol-1/reutte/tirol-1-obj285.xml">online</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-tt-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-tt_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-tt_4-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.tt.com/artikel/11434359/zwei-neue-glocken-werden-in-lechaschau-eingehaengt"><i>Zwei „neue“ Glocken werden in Lechaschau eingehängt</i>.</a> Tiroler Tageszeitung vom 29. April 2016</span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">47.488418</span><span class="longitude">10.708369</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:47.488418,10.708369"><span title="Breitengrad">47°&nbsp;29′&nbsp;18,3″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">10°&nbsp;42′&nbsp;30,1″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
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